Wie man einem Burnout entgeht

Montag, 28. Mai 2018

Wie man einem Burnout entgeht

Ständig unter Strom zu stehen, ohne jede Pause – das ist der beste Weg in Richtung Burnout. Dabei wäre ein Burnout relativ einfach vermeidbar.

Was ist ein Burnout?

Ein Burnout ist ein länger andauernder Zustand der vollkommenen emotionalen und körperlichen Erschöpfung. Es kann jeden Menschen, der nicht auf sich achtet, treffen. Oft sucht ein Burnout besonders motivierte und leistungsbereite Menschen heim.

Wird ein Burnout nicht behandelt, kann es zu Depressionen mit Selbstmordgefahr und einem totalen emotionalen, geistigen und körperlichen Zusammenbruch führen.

Ursachen

Verantwortlich können sowohl äußere als auch innere Ursachen sein.

Äußere Faktoren sind z. B. die Rahmenbedingungen der Arbeit. Schlecht am Arbeitsplatz sind:

  • das Hamsterrad-Syndrom, also ständig zu viel zu tun zu haben
  • Misstrauen
  • ständige Konkurrenz
  • fehlendes Feedback
  • fehlender Handlungsspielraum

Starker Druck am Arbeitsplatz ist oft der Türöffner in Richtung Burnout-Syndrom, aber auch eigene ungesunde Verhaltensmuster oder Einstellungen (Stichwort Perfektionismus) sind problematisch. Langfristiger Stress, mangelnde Erholung und schlechte Stressverarbeitung erhöhen ebenso das Risiko.

Achten Sie auf sich

Man brennt umso schneller aus, je mehr man sich selbst zum Feind hat. Der eigene Körper ist keine Maschine, er braucht Erholung. Gerade diese gönnen wir uns aber immer seltener dank des irrationalen Drangs, sich zu beweisen, immer höhere Ziele zu erreichen.

Wichtig ist, auf sich selbst zu achten. Das klingt zunächst vielleicht egoistisch, doch nur, wenn es mir gut geht, kann ich anderen nützlich sein, helfen, Leistung erbringen.

Phasen des Abstiegs

Der Abstieg in einen ausgewachsenen Burnout dauert eine Zeit, wobei im Allgemeinen verschiedene Phasen durchlaufen werden (wobei das von Person zu Person verschieden ist). Hier ist ein kurzer Überblick:

  1. Drang sich zu beweisen.
  2. Verstärkter Einsatz, man macht alles selbst
  3. Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse, man hat keine Zeit mehr dafür
  4. Konflikte und eigene Bedürfnisse werden verdrängt, man macht öfter Fehler, es kommt öfter zu Streit
  5. Es zählt nur mehr die Arbeit. Alles, was man früher mochte, ist nicht mehr wichtig.
  6. Probleme werden verleugnet
  7. Sozialer Rückzug
  8. Verhaltensänderungen: man greift zu ungesunden Ersatzbefriedigungen wie Alkohol, Junk Food …
  9. Man fühlt sich, als würde man von außen gesteuert und nicht umgekehrt.
  10. Innere Leere
  11. Depression
  12. vollkommene Burnout-Erschöpfung, vollständiger Zusammenbruch

Wie dem Ausbrennen vorbeugen?

Natürlich ist es möglich, einem Burnout vorzubeugen. Dafür muss man aber aktiv etwas tun, seinen Lebensstil umstellen, neue Gewohnheiten etablieren. Damit sollte es dann aber kein Problem sein, einen Burnout schon im Keim zu ersticken.

Ganz wichtig sind Entspannung und Bewegung. Beides schenkt uns Kraft für neue Herausforderungen. Jeder Mensch entspannt sich anders. Manche machen ein Nickerchen, andere verwenden Entspannungsmethoden wie z. B die progressive Muskelentspannung oder autogenes Training. Ganz Verwegene tun einfach einmal bewusst „Nichts“ — ein wahrer Luxus in der heutigen Zeit und ungemein entspannend. Es hilft aber auch schon, einer entspannenden Tätigkeit, die man gerne macht, nachzugehen (einen guten Roman lesen, Musik hören ...).

Bewegung baut Stress ab, was in weiterer Folge natürlich zu einer höheren Stressresistenz und allgemein besserer Stressbewältigung führt. Außerdem werden dabei Glückshormone ausgeschüttet.

Essentiell sind auch soziale Kontakte. Der Mensch ist ein soziales Wesen, weshalb viele beim Austausch mit anderen die eigene Leichtigkeit wiederfinden.

Aktives Zeitmanagement erleichtert den Tagesablauf und verringert so Stress maßgeblich. Es gibt unzählige Zeitmanagementmethoden, weshalb für alle etwas dabei ist.

Hilfreiche Maßnahmen:

  • Überzogene und unrealistische Erwartungen herabsetzen.
  • Prioritäten setzen
  • Lernen, Nein zu sagen.
  • Mehrmals pro Tag bewusst kurze Pausen machen.
  • Gesunde Ernährung.
  • Regelmäßige Bewegung.
  • Mit Konflikten offen umgehen.
  • Perfektionismus hinter sich lassen.
  • Mehr Wert auf Erholung legen.
  • Zeit für sich selbst planen, täglich — und wenn es nur ein paar Minuten sind.

In diesem Sinne: Burnout ist kein Schicksal, sondern mit relativ einfachen Methoden vermeidbar. Die Herausforderung ist, diese Methoden auch in den eigenen Alltag zu integrieren und sie anzuwenden — Körper, Geist und Seele werden es Ihnen mit Gesundheit danken.