Stress: die Epidemie des 21. Jahrhunderts

Donnerstag, 19. November 2020

Stress: die Epidemie des 21. Jahrhunderts

Die Gegenwart ist schon etwas Beeindruckendes. Jeder hat heute einen Computer eingesteckt, der um ein vielfaches leistungsfähiger ist als jener, der die ersten Menschen auf den Mond brachte. Dazu kommen wissenschaftliche und medizinische Durchbrüche und eine zunehmende Automatisierung, die den Menschen immer mehr lästige Arbeiten abnimmt.

Doch irgendetwas stimmt in dieser scheinbaren Idylle nicht. Wie kann es sonst sein, dass immer mehr Menschen immer mehr Stress haben – und zwar die ganze Zeit?

Noch nie hatten die Menschen in der westlichen Welt so viel Zeit und dennoch ist Dauerstress für einen Großteil der Bevölkerung mittlerweile der Normalzustand.

Stress: es wird persönlich

Jeder Mensch reagiert auf Stress unterschiedlich, denn er ist eine sehr persönliche Angelegenheit. Stresssymptome können sich deshalb auch jeweils anders zeigen. Die Symptome fallen in folgende Kategorien:

  • körperlich -> Zittern, Verspannungen
  • geistig -> Unkonzentriertheit, verlangsamte Reaktionszeit
  • psychisch -> Panik, Niedergeschlagenheit
  • Verhaltensänderung -> Essverhalten, Konsum von Alkohol, Koffein

All diese Symptome treten dabei von Person zu Person in unterschiedlicher Intensität und Kombination auf.

Die Wirkungen von Stress auf den Körper

Grundsätzlich muss Stress nicht negativ sein. Er fordert uns und schärft die Sinne, doch ist er zu intensiv oder dauert er zu lange, schadet er uns.

Stress entsteht, wenn unser Gehirn irgendeine Art von Gefahr wahrnimmt. Das so ausgeschüttete Kortisol und Adrenalin erhöhen unseren Blutdruck, den Blutzuckerspiegel sowie die Herz- und Atemfrequenz. Der Körper läuft auf Hochtouren.

Stressoren

Ausgelöst wird eine Stressreaktion heute nicht mehr von den gleichen Dingen wie früher. Es gibt heute schließlich kaum mehr Raubtiere, denen man in der Natur beim Jagen begegnen kann – wir jagen zudem nur noch selten. Aber es gibt andere Stressauslöser, wie z. B.

  • übermäßiger Lärm
  • Überforderung oder Unterforderung am Arbeitsplatz
  • Versagensangst
  • Existenzängste
  • finanzielle Probleme

Kombiniert man das dann noch mit der ständigen Erreichbarkeit und der Tatsache, dass die meisten Menschen zu viele Dinge auf ihrer täglichen To-Do-Liste haben, wundert man sich nicht mehr, dass chronischer Stress entsteht.

Weil wir uns noch dazu immer weniger bewegen, hat der Körper auch keine Möglichkeit mehr, das Adrenalin und das Kortisol abzubauen. Ein Teufelskreis, der das Risiko für verschiedene Krankheiten, von Diabetes bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, in die Höhe treibt.

Wie mit Stress umgehen

Stress im Zaum zu halten ist im Grunde gar nicht so schwer. Das beste Mittel gegen Stress ist nämlich Erholung. Am besten dabei ist guter Schlaf, denn nichts entspannt mehr. Aber Sie können auch viele andere Dinge tun, die Sie persönlich als entspannend empfinden, ob das nun das Lesen eines guten Buches, ein Hobby oder Bewegung ist.

Körperliche Bewegung ist jedenfalls immer gut und senkt nicht nur den Stresslevel, sondern hilft auch, die durch Stress erhöhte Erkrankungswahrscheinlichkeit zu senken.

Sie können natürlich auch eine Entspannungsmethode lernen. Ob es nun Autogenes Training, Tai Chi oder Yoga ist, all diese Dinge können aktiv eingesetzt werden, um gegen zu viel Stress vorzugehen.

Sie sehen also, es gibt viele Mittel und Wege, mit Stress fertig zu werden. Wichtig ist nur, dass Sie es auch umsetzen.