Arrgh – schon wieder ein Krampf!

Montag, 28. Januar 2019

Arrgh – schon wieder ein Krampf!

Gesehen haben wir es alle schon einmal: ein Jogger beginnt plötzlich zu humpeln oder er bleibt abrupt stehen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht versucht er, eine Stellung zu finden, in der es nicht so weh tut oder er dehnt gegen den Schmerz.

Jeder Mensch kennt es: beim Sport oder – besonders heimtückisch – während wir schlafen, fährt uns plötzlich ein Krampf ein. Manchmal spürt man ihn noch tagelang, doch glücklicherweise sind Krämpfe in den meisten Fällen harmlos. Weh tun sie trotzdem, weshalb man sie natürlich lieber nicht haben möchte.

Wie entsteht ein Krampf?

Die Muskeln bestehen aus unzähligen Fasern. Diese sind mit feinen Nerven verbunden, die dafür verantwortlich sind, dass sich der Muskel bei Bedarf zusammenzieht und danach wieder entspannt. Tritt nun ein unwillkürlicher Nervenreiz auf, kann sich der Muskel nicht mehr entspannen. Es kommt zum Krampf.

Ursachen

Es gibt viele Gründe, warum sich unsere Muskeln verkrampfen:

  • zu geringe Flüssigkeitszufuhr
  • ein gestörter Elektrolythaushalt
  • Magnesiummangel
  • Übertraining
  • Übermüdung
  • zu viel Alkohol
  • altersbedingt verkürzte Muskeln
  • Nervenstörungen
  • Durchblutungsstörungen

Wer besonders betroffen ist

Vor allem Jugendliche werden von häufigen Krämpfen heimgesucht. Aufgrund des rapiden Wachstums brauchen sie viele Mineralstoffe. Auch viele Schwangere haben wegen des erhöhten Mineralstoffbedarfs öfter mit Krämpfen zu kämpfen.

Hinweis: Sollten Sie häufig von Krämpfen geplagt werden, ist ärztliche Abklärung immer eine gute Idee. Manchmal sind nämlich auch verschiedene Erkrankungen die Ursache für Krämpfe.

Was tun gegen Krämpfe

Im Akutstadium, wenn man den Krampf also gerade voll spürt, ist es am besten, möglichst tief und ruhig zu atmen und danach leicht zu dehnen. Auch eine Massage des Muskels mit einer Pflegelotion oder Ringelblumensalbe tut gut. Wärme kann helfen, die Verhärtung aus dem Muskel zu bekommen.

Zur Vorbeugung ist es am wichtigsten, den Elektrolythaushalt des Körpers konstant zu halten.

  • Dazu gehört wie so oft eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Samen. Dann sollte man alle wichtigen Mineralstoffe bekommen, die der Körper täglich benötigt.
  • Kalium findet sich vor allem in Bananen, Reis und Kartoffeln.
  • Calcium ist in praktisch allen Milchprodukten enthalten.
  • An besonders heißen Tagen sind Mineralwässer oder Elektrolytgetränke gut, wenn man zu Krämpfen neigt; reines Wasser kann nämlich oft die ausgeschwitzten Mineralstoffe nicht wieder auffüllen.
  • Zu guter Letzt können auch Mineralstoffpräparate helfen. Diese gibt es in allen möglichen Formen – als Kapseln, Brause- oder Kautabletten. Grundsätzlich sollte man zunächst aber einmal an seiner Ernährung arbeiten. Dann sollten häufige Krämpfe der Vergangenheit angehören.